Meine Tränen für dich

 
Voraussichtliche Lesezeit: 2 minutes

Ich bin manche Tage so müde. Denke an dich, an uns.
An dein Lachen. Alles, was mir wichtig war, ist mit dir fortgegangen.
Nie mehr wird mein Leben so sein, wie es mit dir gewesen wäre.
Seitdem du fort bist, ist da ein riesiges Loch in meinem Herzen.
Es will einfach nicht kleiner werden.

Es redet keiner über dich, es ist, als wärst du nie dagewesen.
Aber ich will am liebsten schreien. Alles herausschreien.
Warum bist du einfach gegangen und hast mich hier alleine zurückgelassen?
Du hast mir versprochen, immer für mich da zu sein. Ein Teil von mir kann nie richtig erwachsen werden. Weil ich dich so sehr vermisse.

Ich vermisse den zärtlichen Kuss auf die Stirn und dass du mir über den Kopf streichelst.
Ich vermisse dein verschmitztes Lächeln, deine ganze Liebe nur für mich alleine.
Ich vermisse es, all die schönen Erlebnisse mit dir auszutauschen, die uns verbinden.

Die Tierparkbesuche. Die Reisen mit dem Zug. Die Briefe, die wir schrieben. Die Geheimnisse, die wir uns anvertrauten. Den Schmerz und das Leid, dass wir zusammen ertrugen.
Die Unfairness, die Demütigung, Schläge, Beleidigungen und Unverständnis, als sich mit einem Schlag unser beider Leben veränderte.

Doch es wäre ohne diesen Einschnitt vielleicht auch nicht anders verlaufen als so.
Schaust du vom Himmel auf mich herab? Ich wünsche mir so sehr, dass du jetzt da bist.
Ich brauche deinen Rat. Verdammt, lass mich doch nicht allein.
Es ist so lange her. Du bist so lange weg.
Meine Tochter fragt so viele Sachen aus meiner Kindheit.

Ich erinnere mich ans Schneemann bauen, ans Picknick und die vielen Spaziergänge durch die Natur.
Du wolltest unbedingt mit mir Schach spielen, aber ich war noch zu klein. Ok, ich mag es bis heute nicht 🙂
Es ging dir nicht gut. Du bist schon immer ein trauriger Mensch gewesen. Tief im Inneren zerrissen.
Sie haben dich nie verstanden. Aber ich, ich habe dich verstanden.
Nie werde ich vergessen, was passiert ist. Doch du warst mein wissender Zeuge. Ein Mensch, der alles mit mir zusammen erlebt hat.

Du bist nun aber nicht mehr da.
Mein Schmerz versteckt und eingekapselt. Irgendwo tief drinnen.
Heute teile ich es der Welt mit, dass ich dich so sehr vermisse.
Hoffentlich werde ich eines Tages nicht mehr so traurig sein.
Gestern war mein vierzigster Geburtstag. Du bist an deinem 30. von uns gegangen.
Später einmal, wenn es so etwas wirklich gibt, dann feiern wir, ok?
Wir feiern wie die Helden! Du fehlst mir wahnsinnig.

Dein Schwesterherz

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