Der gute Vorsatz

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Die besinnlichen Weihnachtstage rund um Tradition, Geschenke tauschen und den alljährlichen Konsumtrubel sind herum, da rollt schon die nächste Katastrophe still und heimlich auf uns zu.

Denn nun gilt es, pünktlich zum Start in das Jahr 2017 auch viele gute Vorsätze umzusetzen.
Wie sagt ein Sprichwort so schön:

Der gute Vorsatz ist ein Gaul, der oft gesattelt, aber selten geritten wird.
(Aus Mexiko)

Genau so verhält sich die Sache. Wozu brauchen wir also gute Vorsätze?

Schneller, schöner, besser sein – fitter, gesünder und natürlich schlanker, sportlicher und entspannter, alle diese frommen Wünsche sollen mit Beginn des neuen Jahres Wirklichkeit werden. Natürlich vor allem dadurch, weil eben ein neues Jahr beginnt und es doch somit fast wie von selbst passiert, weniger zu essen, zu rauchen oder Geld auszugeben.
In Wahrheit sind diese halbherzigen Lippenbekenntnisse nichts weiter als sich für etwas zu rechtfertigen, was nicht so einfach abzustellen geht. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und kann sich nicht ohne Training oder besonders fitte Synapsenschaltungen zu Neuerungen aufraffen. (Synapse ist die Stelle einer neuronalen Verknüpfung, über die eine Nervenzelle in Kontakt zu einer anderen Zelle steht)

Warum klappt es nicht mit den guten Vorsätzen?

Zu allererst einmal fehlt es an Willenskraft. Der Zeitpunkt ist auch mehr als fragwürdig. Außerdem benötigt der präfrontale Kortex (tastet doch einmal auf eurer linken Stirnhälfte herum, vielleicht hilft es) einen absoluten Motivationskick. Der lässt sich aber nicht so leicht austricksen.
Wenn wir uns darauf programmiert haben, dass zu tun, was besonders leicht fällt, dann sind wir wahnsinnig bequem.

Wenn wir uns darauf trainiert haben, dass zu tun, was uns schadet, dann sind wir einen Tick selbstbemitleidend.
Wenn wir unserem Freund, dem präfrontalen Kortex, nicht beigebracht haben, dass wir willensstark und konsequent sind, dann werden wir schlechte Angewohnheiten auch nicht überwinden können.

Schon gar nicht, wenn es ab einem ganz bestimmten Zeitpunkt passieren soll.

Ihr kennt ihn doch alle, den inneren Schweinehund…

Der ist es, der erzogen werden muss, und nicht nur so ein bisschen. Um gute Vorsätze wahr werden zu lassen, müssen knallhart alte Gewohnheiten durchbrochen werden: Verzichten lernen, Schwitzen üben, Zeit einhalten und was es sonst noch so für spezielle Trainingseinheiten gibt.
Sonst bleiben gute Vorsätze vor allem eins: Fromme Wünsche 🙂

Doch ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich so streng sein muss

Wer mit sich selbst zufrieden ist, rutscht höchstwahrscheinlich viel ruhiger und stressfreier ins Neue Jahr. Denn wo der Seelenfrieden Einzug gehalten hat, geht es uns allgemein besser. Wir fühlen uns beschwingter und glücklicher, was wiederum die Vitalität steigert.
Des Rätsels Lösung liegt also vielleicht darin, mit sich selbst zufrieden zu sein, der Rest kommt dann von selbst. (sagt mir mein präfrontaler Kortex – und der muss es ja wissen)

Einen guten Rutsch und alles Gute für 2017 wünscht euch

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